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Gerichtsurteile

Aktuelles aus den Gerichten

BVerwG: „Rolle rückwärts“ beim „fiktiven Ausblenden“ eines Bewährungsvorsprungs im laufenden (Dienstposten-)Konkurrentenverfahren?

Das BVerwG hat mit Beschluss vom 12.12.2017 in einem weiteren (erstinstanzlichen) Beschluss im Rahmen eines Konkurrentenstreitverfahrens von zum Bundesnachrichtendienst versetzten und dort verwendeten Soldaten der Bundeswehr, die aus den Befehlsstrukturen der Streitkräfte herausgelöst und in den Geschäftsbereich des BND eingegliedert sind, seine Rechtsprechung zum „fiktiven Ausblenden eines Bewährungsvorsprungs“ geändert und weiter konkretisiert (vgl. BVerwG, Beschluss vom 12. Dezember 2017 – 2 VR 2/16 –, Rz. 21 ff., juris; s.a. von der Weiden, jurisPR-BVerwG 6/2018 Anm. 6).

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OVG Münster: Aufforderung an einen Polizeibeamten zur amtsärztlichen Untersuchung der allgemeinen Dienstfähigkeit ohne Beteiligung Gleichstellungsbeauftragter und Personalrat rechtswidrig

Das Oberverwaltungsgericht Münster hat in einem Beschwerdeverfahren einem Polizeibeamten im Hinblick auf dessen Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung gegen die Aufforderung, sich einer amtsärztlichen Untersuchung zur Überprüfung seiner allgemeinen Dienstfähigkeit zu unterziehen, mit Beschluss vom 18.5.2017 stattgegeben (Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 18. Mai 2017 – 6 B 345/17 –, juris).

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BVerwG: Ausgleich für unionsrechtswidrige Mehr-/Zuvielarbeit von Beamten

Das BVerwG in Leipzig hat mit mehreren Urteilen vom 20.7.2017 entschieden, dass Feuerwehrbeamte, die sich freiwillig bereit erklärt haben, über die unionsrechtlich zulässige Höchstarbeitszeit von 48 Stunden in der Woche hinaus Dienst zu leisten, hierfür von ihren Dienstherrn Freizeitausgleich verlangen können (BVerwG, Pressemitteilung Nr. 53/2017 vom 21.7.2017; s.a. u.a. BVerwG, Urteil vom 20. Juli 2017 – 2 C 31/16 –, juris).

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EuGH: Mindestgröße für Polizisten kann Frauen diskriminieren

Der Europäische Gerichtshof hat mit Urteil vom 18.10.2017 entschieden, dass eine Regelung, die als Kriterium für die Zulassung zu einer Polizeischule unabhängig vom Geschlecht eine Mindestkörpergröße vorsieht, eine unerlaubte Diskriminierung von Frauen darstellen kann (vgl. EuGH, Urteil vom 18.10.2017, Az.: C-409/16, zitiert nach FD-ArbR 2017, 395480, beck-online). Nach Auffassung des EuGH ist eine solche Maßnahme unter Umständen nicht notwendig, um das ordnungsgemäße Funktionieren der Polizei zu gewährleisten (a.a.O.).

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© Rechtsanwälte Wiese und Kollegen in Erfurt / Thüringen