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Prüfungsrecht für Azubi´s & Studenten

09.01.2014 14:33 |
von RA Dr. Katharina Laschinski

Gerade mit der Schule fertig und schon geht’s weiter mit den Prüfungen- für die Azubi’s auf der Berufsschule und für die Studenten heißt es auf der Uni büffeln, lernen, pauken und vor allem die Klausuren und Hausarbeiten bestehen. Was aber, wenn man durchfällt? In den meisten Fällen keine Katastrophe, man schreibt die Arbeit im nächsten Semester einfach nochmal. Und wenn das nicht geht, z.B. bei Zwischenprüfungen, Diplom- oder Abschlussarbeiten, kann man die Prüfung grundsätzlich anfechten.

Gerade, wenn die Fortsetzung des Studiums vom Bestehen einer Prüfung abhängt, ist es zumindest den Versuch wert. Allerdings sollte man wissen, dass Prüfungsentscheidungen Besonderheiten haben. Sie sind sehr eng mit der jeweiligen Prüfungssituation verbunden, also mit Zeit, Ort, Prüfern, Prüflingen, mit persönlichen Befindlichkeiten und subjektiven Eindrücken. Jede Prüfung ist daher einmalig und ganz speziell. Und wenn sie vorüber ist, kann etwa eine übergeordnete Behörde oder ein Gericht nie so viel über den Ablauf wissen, wie die anwesenden Beteiligten. Deshalb können Prüfungsentscheidungen auch nicht einfach durch ein Gericht ersetzt oder neu getroffen werden.

Aus diesem Grund können Gerichte nur in begrenzten Umfang ein Prüfungsergebnis kontrollieren. Das betrifft etwa die Einhaltung des vorgeschriebenen Verfahrens für die Prüfung, die Unvoreingenommenheit der Prüfer, die Chancengleichheit oder die fehlerhafte Bewertung der Prüfung. Wurden diese oder andere maßgebliche Regeln nicht eingehalten, muss die fehlerhafte Prüfungsentscheidung aufgehoben werden und es muss eine fehlerfreie Neubewertung geben.

Dabei dürfen übrigens auch nicht einfach andere Gründe für das Nichtbestehen nachgeschoben oder Bewertungssysteme geändert werden.

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